Größen
Ziegel haben grundsätzlich
genormte Größe, sogenannte Formate. Die Ziegel in der
Gotik waren damals nicht genormt, erst im Zuge der Industrialisierung
führte man per Gesetz bestimmte Normen für Ziegelsteine
ein. Der Grund lag darin, dass der Transport von Baumaterialien über
weite Strecken möglich war und so das Baumaterial untereinander
ausgetauscht werden können sollte. In Deutschland wurde im Jahr
1872 das sogenannte alte Reichsformat für Ziegel eingeführt.
Die Maße dafür betrugen 25 x 12 x 6,5 cm. Zum Vergleich:
die Ziegel zur Zeit der Gotik hatten etwa Durchschnittsgrößen
von 30 x 14 x 10 cm. Die Fugen waren dabei ca. 1,5 cm dick.
Später wurde das sogenannte neue
Reichsformat geschaffen. Die Abmessungen waren dabei 24 x 11,5 x 6,3
cm. In anderen europäischen Ländern gab es durchaus andere
Formate und Größe. Das Normalformat in Österreich ist
25 x 12 x 6,5 cm, also genau wie das alte Reichsformat. Das englische
Format beträgt 21 x 10 x 6,5 cm. In Holland verwendet man für
gewöhnlich Ziegelsteine in den Abmessungen 20 x 10 x 5 cm oder
21 x 10 x 5 cm. In Deutschland gibt es neben dem Reichsformat,
abgekürzt mit RF (24 x 11,5 x 6,3 cm) auch noch das Normalformat
(NF) in den Abmessungen 24 x 11,5 x 7,1 cm. Zusätzlich gibt es
auch noch ein sogenanntes Dünnformat, abgekürzt mit DF. Die
Abmessung hierfür beträgt 24 x 11,5 x 5,2 cm.
Die genauen Formate von Ziegelsteinen
werden in Deutschland in der Norm DIN 105 geregelt. Auch die
Rohdichte von Ziegel ist dort festgelegt. Die beträgt in der
Regel etwa 1,4 bis 2,0 kg/dm³.
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